Kaspersky Lab verlagert grosse Teile seiner Infrastruktur in die Schweiz
published 17.05.2018
Eröffnung des Transparenzzentrums in der Schweiz

Wie hinlänglich bekannt steht Kaspersky Lab seit vergangenem September unter Beschuss amerikanischer und englischer Regierungsstellen. Zwar dürfen die geäusserten Spionagevorwürfe als haltlos bezeichnet werden, sie führen bei Kunden und Partnern jedoch zu Unsicherheit und zu einem unnötigen Vertrauensverlust.

Um die Integrität und Vertrauenswürdigkeit seiner Produkte zu unterstreichen, hat Kaspersky Lab bereits im Oktober 2017 eine globale Transparenzinitiative angekündigt. Diese nimmt nun konkrete Formen an, wie der führende Anbieter von Cybersicherheitslösungen mitteilt. Demnach verlagert Kaspersky Lab grosse Teile seiner Infrastruktur sowie zahlreiche wichtige Prozesse von Russland in die Schweiz.

Dies umfasst sowohl die Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten für diverse Regionen als auch die Softwareintegration inkl. Updates für die Bedrohungsentdeckung. Um eine vollständige Transparenz und Integrität zu gewährleisten, wird Kaspersky Lab die diversen Massnahmen und Prozesse von einer unabhängigen, ebenfalls in der Schweiz ansässigen Stelle beaufsichtigen lassen.

Zudem werden der Quellcode der Produkte von Kaspersky Lab sowie Softwareupdates in einem eigens dazu eingerichteten Transparenzzentrum zur Überprüfung durch Dritte zur Verfügung stehen. Das Transparenzzentrum, das sich ebenfalls in der Schweiz befindet, wird voraussichtlich in diesem Jahr eröffnet.

Mit den angekündigten Massnahmen macht Kaspersky Lab deutlich, dass es seinen selbst auferlegten Verpflichtungen zu einem Maximum an Transparenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit gerecht wird und einen umfassenden Schutz für Daten und IT-Infrastrukturen bietet.

Weitere Informationen erhalten Sie über die ausführliche Medienmitteilung von Kaspersky Lab. Diese steht hier zum Download bereit.